Bundestagsabgeordnete informiert sich in Gescher über flexible Biogas-Speicherkraftwerke und die wirtschaftliche Bedeutung der Branche für das Münsterland.
Gescher, 17. Juli 2026 – Die Bundestagsabgeordnete Anne König (CDU) aus dem Wahlkreis Borken II hat die PlanET Biogas Group GmbH in Gescher besucht. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die geplante Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die zukünftige Rolle von Biogas im deutschen Energiesystem sowie die Auswirkungen der politischen Rahmenbedingungen auf Anlagenbetreiber, Unternehmen und Beschäftigte im Münsterland.
PlanET machte deutlich: Durch zusätzliche Motorleistung sowie Gas- und Wärme-speicher lassen sich bestehende Biogasanlagen zu hochflexiblen Speicherkraftwerken weiterentwickeln. Sie erzeugen Strom gezielt dann, wenn Wind und Sonne wenig liefern, und versorgen zugleich kommunale Wärmenetze.
Eine aktuelle Metastudie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg kommt zu dem Ergebnis, dass hochflexible Biogas-Speicherkraftwerke die Versorgungs- sicherheit erhöhen, den Bedarf an teuren fossilen Reservekraftwerken reduzieren und strompreisdämpfend wirken.
„Die Energiewende braucht auch erneuerbare Leistung, die speicherbar und jederzeit verfügbar ist“, erklärt Jörg Meyer zu Strohe, Geschäftsführer und Gesellschafter der PlanET Biogas Group GmbH. „Dafür benötigen Betreiber rechtzeitig verlässliche Rahmenbedingungen. Weitere Verzögerungen bei der EEG-Novelle drohen Investitionen auszubremsen und regionale Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze zu gefährden“.
Konkrete Forderungen von PlanET an die EEG-Novelle
PlanET fordert insbesondere:
- Anhebung des Ausschreibungsvolumens für Biomasseanlagen auf mindestens 2.500 Megawatt pro Jahr bis 2032
- Einen zweiten Vergütungszeitraum von 15 Jahren sowie einen Flexibilitäts- zuschlag von 130 Euro je Kilowatt
- Verpflichtende flexible Netzanschlussvereinbarungen
Nur so könnten Betreiber die nötigen Investitionen in Leistung, Speicher und Wärme-konzepte wirtschaftlich umsetzen, so PlanET.
Bedeutung für das Münsterland
Zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe, Anlagenbetreiber, Dienstleister und Technologieunternehmen der Region sind mit der Biogasbranche verbunden – etwa die Gemeinschaftsanlage in Heek-Ahle, in der 45 Landwirte Gülle und Mist zu Biogas und Biomethan verarbeiten. Solche Projekte verbinden Klimaschutz und Wertschöpfung im ländlichen Raum und sichern Arbeitsplätze vor Ort.
Netzanschluss als weiteres Thema
Flexible Biogasanlagen speisen vor allem dann ein, wenn Wind und Sonne wenig liefern – Netzanschlüsse sind aber oft auf gleichzeitige Volllast aller Segmente ausgelegt. PlanET unterstützt deshalb die Forderung, Netzbetreiber zu flexiblen Netzanschlussvereinbarungen zu verpflichten, um Kapazitäten effizienter zu nutzen und Ausbauverfahren zu verkürzen.
PlanET wird die Beratungen zur EEG-Novelle fachlich begleiten und steht für den Austausch mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern zur Verfügung. Ziel sei es, die bestehende Biogasinfrastruktur für Versorgungssicherheit, Wärmewende und Klimaschutz weiterzuentwickeln.
Über die PlanET Biogas Group
Die PlanET Biogas Group mit Hauptsitz in Gescher ist ein international tätiger Anbieter von Biogas- und Biomethanlösungen – von Planung und Errichtung bis zu Service und Optimierung bestehender Anlagen. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung hat das Unternehmen weltweit über 900 Biogas- und mehr als 210 Biomethananlagen realisiert und beschäftigt über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Pressekontakt:
Katharina Schmitz
Global Head of Strategic Marketing
PlanET Biogas Group GmbH
k.schmitz@planet-biogas.com
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